Ich war auf der World of Coffee in Brüssel.
Viele Rohkaffees. Viele Produzenten. Viele Gespräche. Viele Kaffees probiert.
Und irgendwann hatte ich nur noch einen Gedanken:
Gibt es eigentlich noch normalen Rohkaffee?
Anaerobic.
Thermal Shock.
Carbonic Maceration.
Yeast Fermentation.
Honey.
Natural.
Co-Fermentation.
Gefühlt hatte inzwischen jeder Kaffee nicht nur ein Herkunftsland und eine Varietät, sondern gleich noch eine kleine Biografie seiner Fermentation dabei.
Das ist natürlich überspitzt.
Aber nur ein bisschen.
Denn bei Rohkaffee hat sich in den vergangenen Jahren enorm viel getan. Produzenten experimentieren mit Fermentationszeiten, Sauerstoff, Temperatur, Hefen und unterschiedlichsten Aufbereitungsverfahren. Und einige Kaffees schmecken dadurch tatsächlich so ungewöhnlich, dass man beim ersten Schluck einfach ein Fragezeichen im Gesicht hat.
Genau an diesem Punkt wurde es für mich spannend.
Denn hinter all diesen Begriffen steckt nicht einfach nur Marketing. Gleichzeitig ist auch nicht jeder Begriff eine völlig neue Fermentationsmethode.
Washed, Natural und Honey beschreiben zum Beispiel etwas anderes als eine anaerobe Fermentation. Und ein Kaffee kann problemlos Natural und anaerob zugleich sein.
Wer soll da noch durchblicken?
Ich würde gerne gemeinsam mit Euch genauer hinschauen.
Als Nächstes: Washed, Natural und Honey – und warum die drei immer wieder bei Fermentation auftauchen.


